Pädagogisches Kozept der Kindertagespflege von
Katja Jessen „Mäusenest Quellental“
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung meiner Person
2. Rahmenbedingungen der Kindertagespflege
3. Pädagogischer Ansatz – Bedürfnisorientierung und Bildungsleitlinien Schleswig-
Holstein
4. Eingewöhnung – Orientierung am Berliner Modell
5. Die Räume – Geborgenheit und Anregung
6. Beziehung und Bildung – Lernen im Alltag
7. Zusammenarbeit mit Eltern
8. Kinderschutz und Fortbildung
9. Abschließende Worte
1. Vorstellung meiner Person
Mein Name ist Katja Jessen, ich wurde 1977 geboren, bin verheiratet und Mutter von drei
erwachsenen Kindern, die inzwischen ihr eigenes Leben führen. Seit 2014 bin ich als
Pflegemutter für das Jugendamt tätig. Ein Pflegekind lebt derzeit dauerhaft bei uns.
Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zur Friseurin, später war ich fünf
Jahre lang als Betreuerin in einer Jugendhilfeeinrichtung tätig. Diese Erfahrungen prägten
meinen Wunsch, Kindern in familiärer Umgebung liebevolle Begleitung und Geborgenheit
zu geben.
Durch meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen entschloss ich mich zur
Qualifizierung als Kindertagespflegeperson, die ich im September 2025 erfolgreich
abgeschlossen habe.
Ich nehme regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen und Fortbildungen teil, um mein Wissen
aktuell und fachlich fundiert zu halten.
In meiner Freizeit bin ich kreativ tätig, bastle, nähe und verbringe gerne Zeit mit meiner
Familie und Freunden.
2. Rahmenbedingungen der Kindertagespflege
Die Kindertagespflege „Mäusenest Quellental“ befindet sich in Eggebek in einer liebevoll
eingerichteten separaten großen Wohnung innerhalb unseres Hauses. Diese
Räumlichkeiten von ca 120 Quadratmetern werden speziell für die Kindertagespflege
genutzt.
Ich betreue Kinder im Alter von 10 Monaten bis ca. 5 Jahren. Meine Betreuungszeiten sind
Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr. Die mindest Betreuungszeit beträgt
20 Stunden in der Woche. Ich bereite das Frühstück und das Mittagessen täglich frisch zu
das wir dann gemeinsam einnehmen.
Jährlich nehme ich mir 30 Tage für Urlaub und Fortbildung. Die Eltern werden im Dezember
des Vorjahres über die Schließzeiten informiert.
Bei Krankheitsausfall meinerseits besteht derzeit keine Vertretungsregelung, die Eltern
müssen in diesem Fall die Betreuung selbst organisieren.
Tagesablauf:
Der Tagesablauf richtet sich nach den Bedürfnissen und Rhythmen der Kinder. Die
Zeitangaben sind flexibel und werden der aktuellen Situation angepasst.
7:30 – 8:30 Uhr Bringzeit und Freispiel.
8:30 – 8:45 Uhr Morgenkreis ,Begrüßung
8:45 – 9:15 Uhr Frühstück.
9.15 -11:00 Uhr Zeit für Freispiel, draußen spielen, pädagogische Angebote.11:15-12:00 Uhr Mittagessen
Ab 12:15 Uhr Mittagsruhe ( Mittagsschlaf oder ruhiges Bücher lesen)
14 Uhr schließt das Mäusenest
3. Pädagogischer Ansatz – Bedürfnisorientierung und Bildungsleitlinien
Schleswig-Holstein
Die Grundlage meiner pädagogischen Arbeit bildet eine bedürfnisorientierte Haltung, die
jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrnimmt und unterstützt.
Ich orientiere mich dabei an den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein, welche
sechs zentrale Bildungsbereiche beschreiben:
- Körper, Bewegung und Gesundheit
- Sprache, Kommunikation und Schriftkultur
- Soziales Lernen
- Emotionale Entwicklung
- Naturwissenschaftlich-technische Bildung
- Ästhetische Bildung
Die Entwicklung der Kinder vollzieht sich bei mir spielerisch, alltagsintegriert und in
individuellen Entwicklungsschritten. Ich beobachte jedes Kind feinfühlig, um seine
Interessen, Stärken und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu begleiten.
Im Zentrum steht für mich die Beziehungsarbeit – ein sicherer Bindungsrahmen ist die
Grundlage für jedes Lernen. Ich bin für die Kinder eine verlässliche Bezugsperson, die
Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen schenkt.
In den folgenden Bildungsbereichen lernen die Kinder in meiner Kindertagespflege auf
spielerische, alltagsintegrierte Weise:
• Körper, Bewegung und Gesundheit
Die Kinder haben täglich Gelegenheit, ihren Körper zu entdecken und zu bewegen – sei es
beim Klettern im Garten, Tanzen zur Musik, Toben im Spielraum oder beim Spazierengehen.
Ich achte auf ausgewogene Ernährung, ausreichend Ruhezeiten und eine gute Balance
zwischen Aktivität und Entspannung. Dabei lernen die Kinder, auf ihre eigenen Bedürfnisse
zu achten und ein Gefühl für ihren Körper zu entwickeln.
• Sprache, Kommunikation und Schriftkultur
Im Alltag spreche ich mit den Kindern auf Augenhöhe, benenne Handlungen, Gegenstände
und Gefühle. Wir singen Lieder, erzählen Geschichten, schauen Bilderbücher an und führen
kleine Gespräche. So erweitern die Kinder spielerisch ihren Wortschatz, lernen zuzuhören
und sich auszudrücken.• Soziales Lernen
Im gemeinsamen Spiel erleben die Kinder Freundschaft, teilen Materialien, warten ab und
lösen Konflikte mit Unterstützung. Wir entwickeln kleine Rituale und Regeln, die den Alltag
strukturieren und Sicherheit geben. So lernen die Kinder Rücksichtnahme, Empathie und
das Miteinander in der Gruppe.
• Emotionale Entwicklung
Ich nehme die Gefühle der Kinder ernst, begleite sie liebevoll in schwierigen Situationen
und benenne ihre Emotionen. Dadurch lernen sie, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und
auszudrücken. Geborgenheit, Wertschätzung und Verlässlichkeit helfen den Kindern, ein
gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.
• Naturwissenschaftlich-technische Bildung
Gemeinsam entdecken wir die Natur: Wir beobachten Tiere und Pflanzen, sammeln Blätter,
experimentieren mit Wasser, Sand oder Magneten. Ich gehe auf die Fragen der Kinder ein
(„Warum regnet es?“) und rege zum Staunen und Ausprobieren an. So entwickeln sie
Neugier und erste naturwissenschaftliche Zusammenhänge
• Ästhetische Bildung
Im Kreativraum können die Kinder malen, basteln, kneten oder mit Naturmaterialien
gestalten. Musik, Tanz und Rollenspiele regen die Fantasie an. Ich gebe Impulse, aber die
Kinder entscheiden selbst, wie sie ihre Ideen umsetzen. So erleben sie Freude am Gestalten
und entdecken ihre eigenen Ausdrucksformen.
4. Eingewöhnung – Orientierung am Berliner Modell
Die Eingewöhnung neuer Kinder erfolgt sanft, schrittweise und individuell, in Anlehnung an
das Berliner Modell. Dabei achte ich besonders auf die Signale und das Tempo des Kindes
sowie auf einen engen Austausch mit den Eltern.
Zentrale Elemente der Eingewöhnung sind:
- Vertrauensvolle Bezugsperson: Ein Elternteil begleitet das Kind in den ersten Tagen.
- Sicherer Beziehungsaufbau: Ich nehme mir Zeit, um behutsam Kontakt zum Kind
aufzubauen.
- Individuelles Tempo: Die Eingewöhnung kann zwischen wenigen Tagen bis zu mehreren
Wochen dauern – je nach Bedarf des Kindes.
- Stabile Trennungsphasen: Erst wenn das Kind emotional bereit ist, erfolgt eine erste
Trennung in kurzen Schritten.
Die Eingewöhnung orientiert sich immer am Wohl des Kindes – sie ist erfolgreich, wenn das
Kind eine Bindung und Vertrauen zu mir als Tagespflegeperson aufbauen konnte.
5. Die Räume – Geborgenheit und Anregung
Die Gestaltung der Räume ist ein zentraler Bestandteil meines pädagogischen Konzepts.
Kinder sollen sich sicher, wohl und angeregt fühlen.
- Schlafraum: Ruhig, gemütlich, mit individuellen Schlafplätzen. Auch das Schlafen im
Kinderwagen draußen unter der überdachten Terrasse ist möglich.
- Spielraum: Vielfältige Materialien regen zum freien Spiel an. Eine Kuschelecke bietet
Rückzugsmöglichkeiten.
- Kreativraum: Basteln, Malen, Experimentieren – hier dürfen Kinder sich künstlerisch und
feinmotorisch ausprobieren.
- Küche: Kindgerechte Ausstattung ermöglicht selbständiges Handeln
- Badezimmer: Kindgerechter Waschtisch und individuelle Hygieneartikel fördern
Selbstständigkeit und Sauberkeitserziehung.
- Garten: Vollständig eingezäunt mit Sandkasten, Fahrzeugen, Matschküche u.v.m. – wir
nutzen den Garten täglich, um Naturerfahrungen und Bewegung zu fördern.
Desweiteren plane ich auch kleine Ausflüge zu Fuß, mit dem Lastenrad oder mit dem Pkw.6. Beziehung und Bildung – Lernen im Alltag
Kinder lernen durch Beziehungen, Beobachtung, Nachahmung und aktives Tun. Im Alltag
schaffe ich Bildungsgelegenheiten, die in einer sicheren Atmosphäre eingebettet sind. Dazu
gehören:
- Freispielzeit zur individuellen Entfaltung
- Gemeinsame Mahlzeiten als soziale Lernfelder
- Naturerfahrungen im Garten und bei kleinen Ausflügen
- Rituale wie Begrüßung, Lieder oder Abschlusskreise, die Sicherheit geben
- Sprachförderung durch Geschichten, Singen, Erzählen und aktives Zuhören
7. Erziehungspartnerschaft mit Eltern
Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen und Experten für ihre Kinder und meine
Kooperationspartner auf Augenhöhe. Regelmäßige Tür- und Angelgespräche,
Entwicklungsgespräche und gegenseitiges Vertrauen bilden die Basis für eine gelingende
Zusammenarbeit.
Ich dokumentiere Beobachtungen in einem Portfolio, das den Entwicklungsweg des Kindes
sichtbar macht und mit den Eltern geteilt wird.
8. Kinderschutz und Fortbildung
Der Schutz des Kindeswohls hat für mich oberste Priorität. Ich verfüge über ein erweitertes
Führungszeugnis, einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs und nehme regelmäßig an Fortbildungen
zu Themen wie Kinderschutz, Entwicklungspsychologie und pädagogische Praxis teil.
Abschließende Worte
Im „Mäusenest Quellental“ finden Kinder einen Ort, an dem sie geborgen wachsen,
spielerisch lernen und in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden. Ich begleite sie liebevoll,
achtsam und mit Herz, damit sie sich zu selbstbewussten, sozialen und fröhlichen
Persönlichkeiten entwickeln können.
